Gebetswoche 2010

Rückblick: Gebetswoche der Evangelischen Allianz 2010

Reichhaltig war das Angebot zur jährlichen Gebetswoche der Ev. Allianz auch in München. Erstmalig wurde in diesem Jahr eine 24-Stunden-Gebetskette organisiert, bei der in der Ev. Paul-Gerhardt-Kirche durchgehend gebetet wurde. Dieses Angebot wurde sehr dankbar aufgenommen. Zum abendlichen Abschlussgottesdienst war Roland Werner, Vorsitzender des Christivals, Marburg, nach München gekommen und bezeichnete sein Kommen nach München als ein 'Kommen zu Freunden'. Anhand von praktischen Beispielen, tlw. sehr humoristisch verpackt, ermutigte er zum mutigen Zeugnis für Jesus.

Am Nachmittag desselben Tages waren etwa 50 Jugendliche im Rahmen der Jugendgebetszeit zur Gebetskette zum Gebet zusammen. Ein weiterer Schwerpunkt der Woche war das Gebet für christliche Einrichtungen, die einen besonderen Dienst an den Menschen der Stadt tun. So fand eine Gebetsversammlung bei der Heilsarmee, eine in der christlichen Lukasschule, eine im Generationenzentrum im Milbertshofen, einer Sozialeinrichtung des EVZ, statt.

Ein besonderer Moment ist in jedem Jahr das internationale Gebetsfest der Ev. Allianz. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Migrantengemeinden vertreten, die gemeinsam mit den deutschen Besuchern Gott lobten. Besonders bewegend waren tiefgehende persönliche Zeugnisse, wie Jesus das Leben verändert hat.

Beim vorangehenden Pastorentreffen mit den Leitern der Migrantengemeinden wurden besonders ihre Probleme im Bereich von Räumlichkeiten und im Rahmen der Integration der Kinder dieser Gemeinden deutlich. Siegfried Winkler, Münchens Allianzvorsitzender, sagte den Anwesenden die ideelle und praktische Unterstützung der Ev. Allianz zu, was durch das Allianzteam umgehend praktisch in der Einrichtung einer Raumbörse auf der Homepage der Ev. Allianz seinen Ausdruck gefunden hat.

 

Aus der Pressemeldung der Evangelischen Allianz zur Gebetswoche - Steeb: Weltweite Gebetswoche macht Mut zum missionarischen Leben

(Bad Blankenburg) Etwa 300.000 Teilnehmer haben an ca. 1.100 Orten vom 10. – 17. Januar 2010 an der internationalen Gebetswoche der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) teilgenommen. Die leicht rückläufige Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr erklärt sich aufgrund der Rückmeldungen aus den Orten an die Deutsche Evangelische Allianz durch die schwierigen Witterungsverhältnisse.

Das Thema „Zeuge sein“ wurde in einem gemeinsamen Projekt von Christen aus den Niederlanden und Tschechien erarbeitet. "Hier wurde sehr gut die Herausforderung des missionarischen Christseins in den Fokus gestellt. Das missionarische Zeugnis von Jesus Christus ist und bleibt die Hauptaufgabe der Christen", so der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb.

Dabei spielte es eine große Rolle, dass das missionarische Zeugnis derzeit in der Öffentlichkeit umstritten sei. "Die Gebetswoche hat gerade angesichts der Situation Mut gegeben zum missionarischen Leben in Wort und Tat. Aus meiner Sicht ist es sehr erfreulich, dass auch die gesellschaftlichen Dimensionen des Christseins immer selbstverständlicher in das Gebet einbezogen wird", so Steeb weiter.

Immer neue Gebetsformen
Beim Blick in die verschiedenen Gemeinden habe sich gezeigt, dass die Vielfalt der Gebetsformen in den vergangenen Jahren zugenommen hat: Dazu gehörten Gebetskonzerte, Gebete an „Gebetsstationen“, die unter verschiedenen Themenschwerpunkten angeboten werden und das Gebet an Orten des öffentlichen Geschehens, wie z.B. erstmals auch in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Bergen-Belsen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete das Gebet für verfolgte Christen und die in Geiselhaft befindliche Familie Hentschel im Jemen und die Bemühungen um ihre Freilassung, das Gebet für die Situation in Ägypten nach der Ermordung koptischer Christen und in Haiti nach dem Erdbeben. "Wir sind uns in dieser internationalen Gebetswoche bewusst, dass wir über die Nationen und Erdteile, über die Kulturen und über die Generationen hinweg zu dieser einen christlichen Gemeinde gehören, den Leib Christi bilden", erklärte Steeb.

Gerade am Beginn des Jahres seien die Gebete und die gemeinsame Ausrichtung auf den lebendigen Gott eine echte Alternative zur Katerstimmung der Festtage. Christen müssten sich darüber bewusst sein, dass Beten auch ein Fest sei, bei der die Menschen persönlich mit Gott reden dürfen

Das Ende des „Sofa-Christentums“
Trotz aller Unterschiede der Denominationen habe die Gebetswoche gezeigt, dass die Christen zwar vieles unterschiedlich sehen, aber im hohen Ziel um die Wahrheit des Evangeliums eine Einheit bildeten. In Zukunft gelte es das "Sofachristentum" zu beenden und sich klar zu machen, dass Christen sich immer häufiger in einer Minderheitensituation befinden: " Dabei müssen wir auch wachsam sein gegenüber politischen Gleichmacherei-Ideologien", fügte Steeb hinzu.

Im Rahmen der Woche hatte sich der Theologe klar gegen die Bundestagsinitiative der SPD-Fraktion, die dem Artikel 3 des Grundgesetzes auch noch die Gleichberechtigung sogenannter 'sexuellen Identitäten' anfügen wollen, ausgesprochen. 'Das würde das Ende der Leitkultur Ehe und Familie bedeuten; auch könnte auf diesem Hintergrund die Vielehe und die mehrseitigen Partnerschaften – gleichzeitig Homo- und heterosexuellen Partnerschaften – eingeführt werden. Beabsichtigt sind mit dieser Initiative auch die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher 'Elternschaft' und die Abschaffung der Selbstverständlichkeit, dass Kinder im Regelfall ein Anrecht auf Vater und Mutter haben.'

Deutsche Evangelische Allianz e. V., Esplanade 5-10a, 07422 Bad Blankenburg

 
 
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